Bestimmung der wärmetechnischen Einflüsse von Wärmebrücken bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden

Gemäss Richtlinie "Bestimmung der wärmetechnischen Einflüsse von Wärmebrücken bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden"
Ausgaben 1998, 2001, 2004, 2007
Numerische Berechnungen durch EMPA 2008
Gemeinschaftsarbeit: BFE EMPA FVHF SFHF SSIV SVDW SWISSISOL SZFF
Programmierung & Design durch die format webagentur

Begriffe

Verankerungsgrund

Bauteil, in dem die Unterkonstruktion oder die Bekleidung verankert wird. Der thermische Widerstand R des Verankerungsgrundes betrifft nur die Bauteilschicht direkt unter der Aussendämmung. Sind zusätzliche Schichten wie z.B. Innendämmungen oder Kerndämmungen bei einem Zweischalenmauerwerk vorhanden, werden diese in der Berechnung im Sinne einer Näherungsbetrachtung als zusätzliche, thermisch ungestörte Schichten berücksichtigt. Dieses Berechnungsverfahren drängte sich auf, weil keine plausiblen Messdaten für thermische Widerstände der Grundkonstruktion von R > 0.7 m2K/W zur Verfügung standen.
Grundvariante
Systeme verschiedener Hersteller
Kurzanleitung:

Schritt 1:
Ausfüllen der Projektdaten.

Schritt 2:
Wahl der Unterkonstruktion durch Anklicken von Grundvariante oder von Systemen verschiedener Hersteller.

Schritt 3:
Wahl der Grundkonstruktion oder des Hersteller- systems durch Anklicken der entsprechenden Skizze bzw. Text.

Schritt 4:
Ausfüllen der Berechnungseingaben.

Schritt 5: Falls erwünscht: Ausdruck des Datenblattes durch Anklicken des Druckersymbols. (Druckt jeweils auf Standarddrucker!)

Statisch ermittelte Grundlagen

Um realistische, vergleichbare Resultate zu erhalten, müssen anhand einer Referenzfläche, zwingend für jedes System statische Berechnungen gemacht und diese Werte zur Berechnung des U-Wertes eingegeben werden.

Verankerungen

Elemente, welche die Unterkonstruktion oder die Bekleidung direkt im Verankerungsgrund befestigen.

Untergrund

Äußere Oberfläche des Verankerungsgrundes.

Unterkonstruktion

System zur Halterung der Bekleidung und deren Befestigung im Verankerungsgrund.

Halte- und Traganker

Einzelanker zur Befestigung der Bekleidung im Verankerungsgrund.

Konsole

Befestigungselement in unterschiedlichen Ausführungen, vorwiegend aus Metall, mit dem die Tragprofile der Unterkonstruktion in einem festgelegten Abstand zum Verankerungsgrund gehalten und die Auflagerlasten der vorgehängten Fassade in die Gebäudestatik abgetragen werden.

Festpunkt

Konsole, an welcher das Tragprofil fest verschraubt oder vernietet ist (sogenanntes Festlager). Zur Vernietung bzw. zur Verschraubung ist die Konsole häufig mit vorgefertigten Rundlöchern ausgestattet.

Gleitpunkt

Konsolen, an welchen das Tragprofil mittels Gleitlager befestigt ist, so dass thermisch bedingte Längenänderungen des Profils keinen Schaden bewirken können. Zur Vernietung bzw. zur Verschraubung ist die Konsole häufig mit vorgefertigten Langlöchern ausgestattet.

Thermische Trennung

Zusätzlicher thermischer Widerstand, zumeist als wärmedämmende Unterlage zwischen Anker respektive Konsole und Verankerungsgrund.

Holzlattung

Elemente der Unterkonstruktion, ausgebildet als:
Grundlattung: direkt am Untergrund anliegende Lattung innerhalb der Dämmschicht.
Konterlattung: mit der Grundlattung verbundene, gekonterte Lattung innerhalb der Dämmschicht.
Traglattung: mit der Grund- oder Konterlattung verbundene Lattung, an der die Bekleidung befestigt wird.

Tragprofil

Element der Unterkonstruktion, an dem die Bekleidung befestigt wird.

Verbindungen

Elemente zur mechanischen Verbindung von Teilen der Unterkonstruktion und der Bekleidung.

Befestigungen

Elemente, welche die Bekleidung an der Unterkonstruktion mechanisch befestigen.

Wärmedämmung

Schicht zwischen Verankerungsgrund und Hinterlüftungsraum, die den Wärmeschutz des Aussenwandteiles sicherstellt.

Hinterlüftungsraum

Ein mit Aussenluft durchströmter Querschnitt mit feuchte- und wärmetechnischer Funktion.

Bekleidung

Element, welches der Fassade Form, Struktur und Farbe gibt. Die Bekleidung kann mit offenen oder hinterlegten Fugen, mit Stossausbildung oder mit Überdeckung erstellt werden.

Wärmedurchgangskoeffizient

nach EN ISO 6946, Art.7 gilt: Der Wärmedurchgangskoeffizient ist gegebenenfalls nach Anhang D zu korrigieren. Ist jedoch die Gesamtkorrektur geringer als 3% von U, braucht keine Korrektur vorgenommen zu werden. (Anmerkung der Redaktion: d.h. es kann mit homogener Dämmung gerechnet werden). Wird der Wärmedurchgangskoeffizient als Endergebnis angegeben, ist er auf zwei Dezimalstellen zu runden, und es sind Angaben über die für die Berechnung verwendeten Eingangsdaten zu machen.